Ecrins als Sportdestination
Das Massiv des Ecrins in den französischen Südalpen ist eines der großen Kletter- und Hochtourenreviere Europas - und im Vergleich zu Chamonix deutlich ruhiger geblieben. Der Nationalpark Ecrins umfasst mit der Barre des Ecrins einen Viertausender und Dutzende Gipfel über 3.500 Meter, das eigentliche Herz des Klettergebiets liegt aber im Talschluss von Ailefroide: Die Granitplatten und Mehrseillängen-Routen rund um den Weiler gelten als Klassiker des französischen Alpingranits, dazu kommt ein dichtes Angebot an Sportkletterrouten und Blöcken direkt am Ort. Das Chalet Hôtel d'Ailefroide liegt mitten in diesem Talschluss und ist ein typischer Stützpunkt für Kletterer und Bergsteiger.
Wanderer finden im Nationalpark ein weitläufiges Wegenetz mit Hüttenzustiegen zum Glacier Blanc und ins Vallouise-Tal, dazu Etappen des Fernwanderwegs GR54, der das Massiv umrundet. Die Saison ist kurz und klar definiert: Von Mitte Juni bis Mitte September sind Hütten und Zustiege verlässlich offen, im Hochsommer bietet das südalpine Klima stabileres Wetter als die Nordalpen. Ailefroide selbst liegt auf rund 1.500 Metern und ist im Winter nicht durchgehend erschlossen.
Die Anreise ist der Preis für die Ruhe: Nächstgelegene Bahnhöfe sind L'Argentière-la-Bessée und Briançon an der Linie von Gap, die Flughäfen Grenoble, Turin und Marseille liegen jeweils gut zwei bis drei Stunden entfernt. Ein eigenes Auto oder ein Mietwagen ist für das Vallouise-Tal praktisch unverzichtbar.